“big-fish-little-pond-effekt”

Kinder vergleichen sich in erster Linie mit Klassenkameraden und weniger mit Geschwistern, Freunden und Gleichaltrigen. Das ist das Ergebnis einer representativen (1185 Probanden) Studie. Durchgeführt wurde diese von Ulrich Trautwein (Universität Paderborn) und Oliver Lüdtke (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung/Berlin).

Wie gut oder schlecht ein Schüler seine Leistungen beurteilt hängt demnach nur unwesentlich von seiner Schulnote ab. Von grösserer Bedeutung ist vielmehr der direkte Vergleich mit den gleichaltrigen und leistungsstärkeren Klassenkameraden. Konkret bedeutet dies, dass Kinder immer nach den besseren Mitschülern “schielen”.

Eigene Leistungen werden in Folge als minderwertiger angesehen!

Dieses Phänomen wurde von Wissenschaftlern in faktisch allen schulischen Bereichen beobachtet und als “big-fish-little-pond-effekt” (Fischteicheffekt)bezeichnet.

Eine Reaktion zu ““big-fish-little-pond-effekt””
  1. Luise Müller

    Ich bin selbst in der DDR aufgewachsen, in sogenannten “R”-Klassen, wo alle guten Schüler aus verschiedenene Klassen ab der dritten Stufe zusammen unterrichtet wurden. Ich kann nur sagen, dass es für die meisten von uns nicht gerade förderlich für das Selbstbewußtsein war, immerzu mit etwas gleich starken Kindern unterrichtet zu werden. Da gab es das Gerangel, immer “noch besser” sein zu wollen, was notentechnisch fast gar nicht ging. Dann wurde der Kampf fortgesetzt, Lehrers liebstes Kind zu werden. Ein sehr langweiliges Unterfangen, dem die sehr guten Schüler aus “normalen” Klassen nicht ausgesetzt waren.

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