Steuergelder für private Hochschulen wie die ESMT, UWH und Hertie School of Governance!

Erziehungswissenschaftler aus Berlin machten mich unlängst darauf aufmerksam, dass die Stadt Berlin, mit ca. 60 Millarden Euro verschuldet, private Hochschulen wie die European School of Management and Technology (ESMT) und die Hertie School of Governance (HsoG) mit Sitz im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR subventionierte und subventioniert.

Die Stadt Berlin kaufte das Gebäude vom Bund (ca. 2002/ 20 Millionen Euro), um es der ESMT kostenlos und mietfrei zu überlassen. Seit 2003 logiert, die von der Hertie Stiftung gegründete, HsoG ebenfalls in den ehemaligen Räumlichkeiten des DDR Staatsrates.

Hingegen spart Berlin bei staatlichen Hochschulen Beträge in dreistelliger Millionenhöhe ein und baut Studienplätze ab!

Ähnliches in NRW. Das Land trägt inzwischen ein Drittel der Kosten für die in Witten/Herdecke ansässige „private” Universität(UWH)“.Wie auch in Berlin bekommt diese private Hochschulen staatliche Hochschulbaufördermittel in Millionenhöhe . Angesichts der geringen Studierendenzahlen an diesen privaten Universitäten handelt es sich um die “teuersten” Studenten der jeweiligen Bundesländer.

Beispielsweise studieren an der Berliner HsoG aktuell weit über 100 Studenten. Was für ein schöner Erfolg!
Nationalökonom A. Müller äußerte sich dazu wie folgt: “Wenn man der überwiegenden Berichterstattung über diese im Laufe der letzten zehn Jahre gegründeten Hochschulen und vor allem den hochschuleigenen Werbebroschüren Glauben schenkt, dann kann man nur noch an Hölderlin denken und den Eindruck gewinnen, dass von diesen selbst ernannten „Elite“-Hochschulen endlich „das Rettende naht“.

Faktisch bringt der Steuerzahler Millionen auf um bundesweit Privatuniversitäten zu finanzieren bzw. vor Pleiten zu bewahren. Diese Universitäten hängen am Tropf großer deutscher Wirtschaftsunternehmen, haben effizient arbeitende PR Abteilungen und kaum Studenten.

Bei diesen handelt es sich vermutlich um freidenkende und nicht korrumpierbare junge Menschen die jede demokratische Gesellschaft braucht! Tatsächlich?

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2 Reaktionen zu “Steuergelder für private Hochschulen wie die ESMT, UWH und Hertie School of Governance!”
  1. regina

    Ich teile ihre Meinung zum Thema und möchte noch einen Aspekt hinzufügen. In der Führung der Hertie School of Governance sitzt Kurt Biedenkopf. Dieser ist hauptverantwortlich, dass Sachsen bis 2020 ein Schaden von ca. 16 Millionen € ensteht. In seiner damaligen Funktion als Ministerpräsident von Sachsen erwarb die Firma FTG vom Freistaat Sachsen das “Paunsdorf Center” weit unter Wert! Der Hauptinhaber von FTG war ein Schulfreund von Herr Biedenkopf. Nach Bauende vermietete FTG das Behördencenter an das Land Sachsen. Der Landesrechnungshof stellte damals fest das Center ist zu groß und zu teuer. Jetzt sitzt er als Lobbyist bei der Hertie School und nutzt seine Kontakte zu Politik und Wirtschaft aus. Wie ihr Beitrag schon feststellte oft auf Kosten des Steuerzahlers!

    Viele Grüße aus Leipzig

  2. Leo

    Wissenswerter Beitrag – ebenso der Kommentar. Das ist im Vergleich zur Arbeit des Bertelsmannkonzerns nur die Eisspitze. Konkret die Bertelsmannstiftung ist das wirkliche Problem. Ihr Einfluss allgegenwärtig und selbstverständlich allgemeinnützig ;-)

    Grüße

    Leo

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