Harvard Studie “Videospiele fördern Sozialkompetenz”
Eine repräsentative (1200 Probanden) Studie der Harvard University in Massachusetts kam zum Ergebnis, dass Videospiele die Sozialkompetenz bei Kindern fördern.
Kinder die nicht spielen haben mehr Probleme in der Schule und im Elternhaus.
Die Wissenschaftlerin Chery K. Olson war von ihren eigenen Ergebnissen überrascht. Die Studie wurde von einem Republikaner aus dem Justizministerium finanziert. Von daher kann die Studie als unabhängig angesehen werden, weil sie nicht von der “Spieleindustrie” gesponsort wurde. Während bei vielen Medienwirkungsstudien oftmals nur Mittelstandskinder im Fokus stehen wurden bei dieser Studie Kinder aus unterschiedlichsten sozialen Milieus befragt.
Vor einiger Zeit wies ich im Artikel “Medien als Ursache für Amokläufe”darauf hin, dass es keinen monokausalen Zusammenhang zwischen beispielsweise “Counterstrike” und einer Amoktat geben kann. Wenn es so wäre würde sich Deutschland in bürgerkriegsähnlichen Zuständen befinden! Es gibt Hunderttausend begeisterte Computerspiele Spieler die auch agressive Videogames spielen und niemanden physisch schädigen.
Gewalt sollte niemals verharmlost werden! Jedoch haben die Gewaltausbrüche von beispielsweise Amokläufern immer multifaktorielle Ursachen. Das heißt die Ursachen sind auch im Elternhaus, der Schule und in der Gesellschaft selbst zu suchen.
Es ist natürlich immer am einfachsten Videospielen die Schuld für derartige Taten zu geben. Dadurch negiert man aber letztendlich Erkentnisse aus der Soziologie, der Medienpädagogik, der Psychologie und der Erziehungswissenschaft.
Linktipps:
Ein interessantes Interview zum Thema Medienpädagogik mit Dipl.-Soz.Päd. Horst Pohlmann vom Institut für Medienforschung und Medienpädagogik in Köln.
http://www.effekt-nrw.de/blog/category/medienpaedagogik/
http://silberschweif.wordpress.com/2008/05/05/videospielen-fordert-sozialkompetenz/

Am 24. Mai 2008 um 09:12 Uhr
Ein sehr guter Beitrag, Du sprichst mir aus der Seele. Die Presse, die ohne Frage meinungsbildend ist, kann durch Weglassen von Fakten ein völlig falsches Bild machen, die dann von den Politiker zwecks Populismus wieder aufgegriffen wird. Aber so richtig damit beschäftigen? Neeeeeeein, Killerspiele sind der Grund allen Übels.