Jugendschutzgesetz gegen “Killerspiele” verabschiedet

Die Debatte über ein Verbot der “Killerspiele” begann u.a. mit der Amoktat von Robert Steinhäuser 2002 an einer Erfurter Schule. Diese Bluttat führte dazu, dass am 1. April 2003 die Regelungen zum Jugendmedienschutzgesetz in Kraft traten. Heute am 09.05.08 tritt eine modifizierte Gesetztesnovelle in Kraft. Die Kriterien wurden so verändert, dass gewalttätige Videospiele auf dem Index landen.

Aus wissenschaftlicher Sicht nähert man sich damit 1927 an. Aus dieser Zeit stammt der Stimulus – Response Ansatz. Er geht davon aus, dass zwischen dem Kommunikator und den Rezipienten eine einseitige monokausale Reiz – Reaktion Beziehung besteht. Demnach spielte Robert Steinhäuser ein “Egoshooterspiel” und, zu Mord und Todschlag bereit, schritt er zur Tat. Selbstverständlich lernte er durch “Counterstrike” auch mit Schusswaffen umzugehen und diese gezielt zum Töten einzusetzen! Seine langjährige Mitgliedschaft im Schützenverein war eine zu vernachlässigende Größe.

Was versteht man eigentlich unter Aktionismus? Wann greifen die Millionen von “Counterstrikespielern” zu den Waffen?

Jedenfalls ist seit heute die “Stammtischhoheit” gesichert. Traurig aber wahr!

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Eine Reaktion zu “Jugendschutzgesetz gegen “Killerspiele” verabschiedet”
  1. Ingo unterm Sonnensegel

    Da sieht man mal wieder, dass unsere Politiker totale Vollpfosten sind. WIe kann jemand über etwas ein Gesetz bestimmen, von dem er doch gar keine Ahnung hat? Das geht mir irgendwie nicht in den Kopf rein. Wie soll denn bitteschön eine Generation, die jehnseits des PC´s aufgewachsen ist, die Richtigkeit von PC-Medien bestimmen können, ohne diese selbst bzw. näher betrachtet zu haben?!

    Ich hoffe mal, dass sich bei den nächsten Wahlen deutliche Zeichen absehen lassen, dass es so nicht weitergehen kann!

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