Legasthenie bei Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche mit Lese- und Rechtschreibproblemen bezeichnet man als Legastheniker.

Was ist Legasthenie?

Eine Lese- und Rechtschreibeschwäche (LRS) wird von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) als eine ausgeprägte Beeinträchtigung der Entwicklung der Lese- Rechtschreibfähigkeiten klassifiziert. Diese sind nicht verursacht durch:

-schlechte Unterrichtsplanung

-psychatrische Störungen

-intellektuelle Defizite.

Im nordrhein-wesfälischen Legasthenieerlaß ist der Umgang mit Legasthenikern an Schulen klar geregelt. Darin heißt es u.a., dass “bei Entscheidungen über die Versetzung oder die Vergabe von Abschlüssen…die Leistungen im Lesen und Rechtschreiben nicht den Ausschlag geben” dürfen. Weiterhin sind Schwierigkeiten in der Rechtschreibung kein Grund, Schüler für den Übergang in eine Realschule oder ein Gymnasium bei einer sonstigen guten schulischen Gesamtleistung als nicht geeignet zu beurteilen.

Trotz dieser klaren Regelung kommt es immer wieder zu großen Problemen wenn Lehrer mit Legastenikern konfrontiert werden. Sie akzeptieren die Wahrnehmungsstörung nicht und setzen Kinder und deren Eltern unter Druck. Beispielsweise durch den Hinweis, dass das Kind am Gymnasium falsch ist und es an einer Haupt- oder Realschule besser aufgehoben ist!

Ein Beispiel wie man als Lehrer nicht mit Legastheniekindern umgehen sollte finden Sie hier. Man kann nur hoffen, dass es sich hierbei um einen Einzelfall handelt!

Zum Thema Legasthenie ist der “Blog des Dachverband Legasthenie Deutschland” zu empfehlen. Sein Motto lautet “Im Dienste legasthener Menschen”.

Mehr wissenswertes:

hier

hier

Einen Kommentar schreiben