Lesekompetenz – Was dürfen Kinder lesen?

Uns erreichte gestern folgender Kommentar zu:

“Wie bringe ich mein Kind zum Lesen?” Interview mit der Kinderbuchautorin Heike Schütz, 24.05.2008 um 16:55 Uhr

Vergessen sie alle Ratschläge der Experten, die wollen doch nur damit Geld verdienen

ihr kind wird gerne lesen wenn sie es ihm vormachen und wenn sie ihr heim zu einer leseburg machen – vermeiden sie alles was boulevard ist und alles was in richtung esotherik, kitsch, beziehungsdramen und verniedlichungen geht – es ist besser ihr kind (egal mädchen oder junge) liest science fiction und karl may als “harry potter” und “grischka und sein bär””

Grundsätzlich stimme ich zu, dass Eltern ihr Heim zu einer “Leseburg” machen sollten. Aber ich bin der Auffassung, dass Kinder Science Fiction, Karl May, Harry Potter und Grischka und sein Bär lesen sollten!

Wenn man auf das Lebenswerk von Karl May schaut (siehe Kommentar) wird deutlich wie subjektiv jegliche literarische Wahrnehmung ist. Im Gegensatz zu beispielsweise Liselotte Welskopf-Henrich wissenschaftlich fundierten Werken, kommt Karl May nicht über das klassische schwarz-weiß Denken hinweg. Frau Welskopf-Henrich schildert in ihrem Werk “Die Söhne der großen Bärin” (6 Bände) differenziert die Geschichte der Indianer und diese endet nun mal jämmerlich in den Reservaten von Nordamerika. Dennoch ist das Werk von Karl May, zu Recht, ein Klassiker und Kindern wärmstens zu empfehlen. Karl May selbst war in seiner letzten Lebensphase selbst u.a. an den nordamerikanischen Plätzen seiner Erzählungen und er war schockiert von der Realität!

Beide die Expertin Liselotte Welskopf- Henrich und der fiktiv schreibende Karl May haben mit ihren Erzählungen finanziellen Erfolg erzielt. Beiden sei es von Herzen gekönnt bzw. was spricht dagegen!?

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Eine Reaktion zu “Lesekompetenz – Was dürfen Kinder lesen?”
  1. Luise Müller

    Ach, immer dieses pädagogisch Wertvolle … laßt die Kinder lesen, was sie wollen, sie wollen die Welt entdecken!

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