Archiv der Kategorie ‘Freizeitpädagogik‘

Jonglieren fördert räumliches Vorstellungsvermögen

Freitag, den 30. Oktober 2009

Die Universität Regensburg stellte im Rahmen einer Studie fest das, dass jonglieren nachweislich räumliches Denken bei Menschen verbessert.

Gerade für Kinder ist Jonglieren ein hervorragendes Mittel um das Vorstellungsvermögen zu schulen. Dabei geht es nicht um das perfekte jonglieren! Allein das Traning und die Beschäftigung mit den Bällen ruft diesen Effekt hervor. Eine Tatsache die für unsere pädagogische Einrichtung effekt nicht neu ist.  Jonglieren und auch Schach gehören bei uns schon immer  zur alltäglichen Arbeit  dazu. In den meisten schulischen Fächern wie beispielsweise der Mathematik ist das räumliche Vorstellungsvermögen Grundvorraussetzung um Erfolg und Spass zu haben. Schön das die Wissenschaft es faktisch bewiesen hat.

Ferienzeit ist Regenerationszeit für ihr Kind

Mittwoch, den 15. Juli 2009

Die Sommerferien stehen vor der Tür bzw. haben in einigen Bundesländern die Sommerferien schon begonnen. Viele Eltern stellen sich die Frage. Soll mein Kind auch in den Ferien lernen? Die eindeutige Antwort ist nein!

In den Ferien sollen und müssen Kinder regenerieren und d.h. auch Abstand zu Schule und Alltag zu bekommen. Das Lernpensum an Schulen ist für alle Kinder permanent gestiegen und es gibt keinen pädagogischen Grund Kindern in den Ferien zum Lernen anzutreiben. Durch Lernen wird vielmehr das Gleichgewicht zwischen Lern- und Erholungsphasen nachhaltig gestört.

Es gilt vielmehr raus in die Natur, ans Meer, in die Berge, tolle Tagesausflüge u.ä. . So hat ihr Kind die Möglichkeit neue Kräfte zu tanken und erholt die Herausforderungen des neuen Schuljahres anzunehmen!

Das Lernförderungsinstitut effekt wünscht Ihnen und ihren Kindern eine schöne Ferienzeit.

Interview mit Christian Füller – “Schlaue Kinder, schlechte Schulen”

Sonntag, den 17. August 2008

Christian Füller Bildungsjournalist, u.a. Redakteur bei der Tageszeitung (taz), beschäftigt sich in seinem Buch “Schlaue Kinder, schlechte Schulen” mit der Situation des deutschen Schulsystems. Er war so freundlich uns einige Fragen zum Buch und zur deutschen Bildungslandschaft zu beantworten.

Was ist das Hauptanliegen ihres Buches?

Ich wollte zeigen, dass in der deutschen Schule immer noch der Wurm drin ist – trotz der leichten Verbesserungen, die in der bislang letzten Pisastudie von 2006 zum Vorschein kamen. Der Politik gelingt es kaum, die Schule und das Lernen zielgerichtet zu verbessern. Gleichzeitig sieht man, dass sich von unten bereits ganz viel tut: Es gibt exzellente Schulen, die beim Lernen völlig neue Wege gehen.

Wo sehen Sie das Hauptproblem im bundesdeutschen Schulsystem?

Es produziert systematisch Bildungsarmut. Schule betreibt Auslese, anstatt jeden Schüler durchgehend zu fördern. Und wir sehen obendrein ein chaotisches System. Es herrscht so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit. Ob ein Kind einen Kita- oder Schulplatz bekommt, wann ein Vertretungslehrer in der Klasse auftaucht, ob ein Kind etwas zum Mittag bekommt, das alles hängt von einer unerforschlichen Bürokratie ab. Eltern können ein Lied davon singen.

Was sollten erste bildungspolitische Schritte sein, um unser Schulsystem zu reformieren?

Wir müssen dem Prinzip Verantwortung in der Schule wieder zu Geltung verhelfen. Jedes einzelne Kind hat es verdient, in seinen Talenten optimal gefördert zu werden. Dazu brauchen wir eine andere Art des Lernens, neue Lehrer und viel viel Geld. Damit das Prinzip Verantwortung wieder wirksam werden kann, müssen die verworrenen Zuständigkeiten einfacher werden – beginnend oben mit der Konferenz der Kultusminister, die radikal entmachtet werden muss.

Wie kann man ihrer Meinung nach die unterschiedlichen Leistungsniveaus bei Schulanfängern ausgleichen?

Wir müssen diese Niveaus nicht ausgleichen, sondern einfach jedes Kind optimal voranbringen. Bislang vergrößert das Schulsystem zielgerichtet die Abstände zwischen den langsameren und den schnelleren Schülern – durch einen staatlich gewollten Ausleseprozess. Damit muss Schluss sein. Es gibt heute eine Vielzahl von Lernformen, die auf die Individualität und die Selbständigkeit des Lerners setzen. Diese Formen müssen an die Stelle der immer noch vorherrschenden Frontbeladung treten. Dazu muss man allerdings den Unterricht völlig anders organisieren, als es bisher geschieht. Das neue Lernen ist kein Selbstläufer.

Kinder werden durch Schulnoten entweder ermutigt oder gedemütigt. Sollte man Schulnoten abschaffen bzw. was sehen Sie für Alternativen?

Schulnoten sind eine eindimensionale und oft völlig verzerrte Art des Bewertens. Man sollte so lange wie möglich darauf verzichten. An die Stelle können verschiedenen Formen von verbalen Beurteilungen treten – in Entwicklungsgesprächen und auch am Ende des Schuljahres. In solchen Beurteilungen lässt sich ein Schüler viel treffender, differenzierter einschätzen als durch eine Note – und vor allem: viel positiver. Das individuelle Potenzial und die Entwicklung eines Schülers kommen in Verbalzeugnissen viel besser zur Geltung.

Was halten Sie vom Ansatz Schulleistungen von Kindern nicht nur im Vergleich zu den Mitschülern zu messen sondern auch die persönlichen Lernfortschritte des einzelnen Kindes in die Benotung einfließen zu lassen?

Das ist ganz wichtig. Wobei es nicht auf die Benotung ankommt, sondern darauf, die Chancen und Talente des einzelnen herauszuarbeiten. Die Verbesserung eines Schüler wird durch eine Note völlig unzureichend dargestellt. Kommt er von der fünf zur vier, runzelt der Betrachter die Stirn, weil die Versetzung weiter gefährdet ist. Zeigt man ohne die Note, welch´ enorme persönliche Fortschritte jemand gemacht hat, dann ist das ermutigend. Weil man etwa zeigen kann, wie der Schüler die Art verändert, an einen Gegenstand oder ein Projekt heranzugehen. Weil die Courage und die Offenheit, die jemand vielleicht erst nach und nach gewinnt, so überhaupt erst sichtbar wird.

Mein Eindruck ist es herrscht eine Art bildungspolitischer Aktionismus, der erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse weitgehend ignoriert. Können sie aus ihrer journalistischen Sicht beurteilen ob es seitens der Politik ein glaubhaftes Interesse gibt eine schulische Chancen- und Bildungsgleichheit für Kinder und Jugendliche herzustellen?

Es gibt reichlich politische Bekenntnisse, die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern – unabhängig von ihrer Herkunft. Und ich möchte dem einzelnen Kultusminister auch nicht absprechen, dass er sich das wünscht. Allerdings gibt es bislang nur in einzelnen Bundesländern wirklich systematische Weichenstellungen, die in die richtige Richtung zeigen. Seit der ersten Pisastudie wurde unglaublich viel Zeit vergeudet – am meisten in der Lehrerbildung. In den sieben Jahren seit des ersten Pisadesasters hat sich da ein Grad an Verantwortungslosigkeit bei den Kultusministern und ihrer ständigen Konferenz gezeigt, der beschämend ist. Die jüngeren Vergangenheit hat gezeigt: Die Eltern und die einzelne Schulen müssen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Linktipp: Artikel von Christian Füller auf Spiegel online: “Scheitern und Schule sind Zwillinge”

Kölner Schulschachmeisterschaften 2008

Freitag, den 6. Juni 2008

Team effekt/KGS Lohrbergstr. v.l. Max, Leonhardt, Jan, Hagen

Team effekt/KGS Lohrbergstr. v.l. Max, Leonhardt, Jan, Hagen

Am Mittwoch, den 3. Juni 2008 fanden die Kölner Stadtmeisterschaften der Grundschulen im Schach statt. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb vom Ausschuss für Schulsport der Stadt Köln in der Hauptschule Tiefenthalstraße. Mit dabei waren zwei Spielerteams von „effekt -Pädagogisches Institut für Lernförderung Köln“. Von den rund 80 Teilnehmern kamen somit ein Fünftel aus den Schulschach-Kursen des Instituts.

Die Dozenten sowie der Leiter des Instituts begleiteten ihre Schachspieler zum Wettkampf. „ Wir wollen hier die Schüler motivieren, nicht nur den Sieg vor Augen zu haben, sondern vor allem mit viel Spaß zu spielen“, sagte Institutsleiter Dipl. Päd. Tobias Scholz vor der Veranstaltung. Vier Stunden kämpften die Schulteams nach dem Schweizer System. Die Stimmung in der Schulaula war hochkonzentriert. Viele Familienangehörige und Gäste verfolgten die Spiele sportlichem Interesse. Die fiebrige Spannung stieg von Runde zu Runde, bis zur Mittagszeit die Ergebnisse feststanden.

Das Team von „effekt“ mit Max, Leonhardt, Hagen und Jan belegte einen vorderen Platz. Die jungen Schachspieler waren zufrieden mit ihrem Abschneiden bei den Stadt-Meisterschaften. Alle Teilnehmer erhielten Urkunden, die sie für eine neue Teilnahme an der Meisterschaft 2009 motiviert.

Die Schul-Schachkurse bei „effekt“ gehen ab September in die nächste Runde. Sie finden derzeit an 11 Kölner Schulen in Kooperation mit IN VIA statt. Aktuell lernen ca. 250 Kinder und Jugendliche aller Klassenstufen und aller Bildungsschichten bei „effekt“. An dem Kölner Institut wird ebenfalls Lernförderung und Nachhilfe für alle Schulfächer angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800 0333358 und unter effekt Pädagogisches Institut für Lernförderung

Interessantes zum Thema:

hier

hier

Jugendschutzgesetz gegen “Killerspiele” verabschiedet

Freitag, den 9. Mai 2008

Die Debatte über ein Verbot der “Killerspiele” begann u.a. mit der Amoktat von Robert Steinhäuser 2002 an einer Erfurter Schule. Diese Bluttat führte dazu, dass am 1. April 2003 die Regelungen zum Jugendmedienschutzgesetz in Kraft traten. Heute am 09.05.08 tritt eine modifizierte Gesetztesnovelle in Kraft. Die Kriterien wurden so verändert, dass gewalttätige Videospiele auf dem Index landen.

Aus wissenschaftlicher Sicht nähert man sich damit 1927 an. Aus dieser Zeit stammt der Stimulus – Response Ansatz. Er geht davon aus, dass zwischen dem Kommunikator und den Rezipienten eine einseitige monokausale Reiz – Reaktion Beziehung besteht. Demnach spielte Robert Steinhäuser ein “Egoshooterspiel” und, zu Mord und Todschlag bereit, schritt er zur Tat. Selbstverständlich lernte er durch “Counterstrike” auch mit Schusswaffen umzugehen und diese gezielt zum Töten einzusetzen! Seine langjährige Mitgliedschaft im Schützenverein war eine zu vernachlässigende Größe.

Was versteht man eigentlich unter Aktionismus? Wann greifen die Millionen von “Counterstrikespielern” zu den Waffen?

Jedenfalls ist seit heute die “Stammtischhoheit” gesichert. Traurig aber wahr!

Mehr Informationen zum Thema:

hier

hier


Das Neandertalmuseum/ Nachhilfe zum Thema: Evolution

Donnerstag, den 24. April 2008

Immer wieder stellen uns Kinder Fragen wie “Waren wir früher wirklich einmal Affen?”. Kurz entschlossen besuchten Pädagogen unseres Institutes mit Kindern und Jugendlichen das Neandertalmuseum zwischen Wuppertal und Düsseldorf. Das Museum wurde 1996 neu errichtet und beherbergt die Dauerausstellung “Die Evolution der Menschheit”. 1856 wurde im Neandertal der erste Neandertaler von Steinbrucharbeitern gefunden. Im Museum geht es stetig bergauf. Man durchläuft die verschiedenen Evolutionsstufen der Menschheit. Es gibt einen einzigen Weg, der sich spiralförmig nach oben schraubt! Man durchläuft die einzelnen Epochen der Menschheitsgeschichte flankiert von Ausgrabungen, Wachsfiguren, Filmen, Hörbeiträgen und diversen Exponaten. Am Ende der Spirale befindet sich ein überdimensionaler Sandkasten in denen die Kinder ihren Forscherdrang freien Lauf lassen können. Es gilt einen skelektierten Neandertaler auszugraben! Charles Darwin hätte seine helle Freude wenn er all die begeisterten Kinder sehen könnte die seinen “evolutionären” Fußstapfen folgen. Innerhalb von einer Stunde wird den Besuchern multimedial aufbereitet und wissenschaftlich fundiert ein Bild der Evolution vermittelt. Eine optimale Ergänzung zum Biologieunterricht spannend und zeitgemäß!