Methodische Grundlagen: Pädagogik nach Feuerstein

Die Arbeit bei effekt wird maßgeblich beeinflusst durch die Erkenntnisse des Psychologen Dr. Reuven Feuerstein, eines Schülers von Jean Piaget.

Für den israelischen Professor und Direktor eines Forschungsinstituts für Lernförderung ist Intelligenz keine unveränderbare Größe. Sie herrscht seiner Meinung nach nicht ein Leben lang vor und kann nicht einmalig gemessen werden wie in den heute üblichen "Intelligenztests".

Er plädiert dafür, Lernpotentiale zu erfassen. Dafür muss das Kind oder der Jugendliche mehrmals getestet werden. Zwischen den Tests werden Trainingsinhalte zur Förderung des Denkens vermittelt. Dabei werden kognitive Potentiale erkennbar.

Davon können wiederum die passenden Förderhilfen abgeleitet werden. Zur gezielten Förderung entwickelte Feuerstein ein 450 Arbeitsseiten umfassendes Programm mit Übungsaufgaben. Diese dienen der Schulung kognitiver Grundfertigkeiten. Zu diesen Fertigkeiten gehören z.B. die Bildung von Kategorien, das planvolle Lösen von Aufgaben und die Fähigkeit zu Vergleichen.

Drei Phasen des Lernprozesses nennt Feuerstein, in der die Leistungsfähigkeit gesteigert werden kann:
1. bei der Informationsaufnahme (z.B. durch Entwicklung eines Plans zur Lösung der Aufgabe)
2. bei der Informationsverarbeitung (z.B. durch Vergleichen und das Entwickeln alternativer Lösungswege)
3. bei der Mitteilung des Ergebnisses (z.B. durch präzise und klare Ausdrucksweise)

Stigmatisierungen wie "Du bist und bleibst eben dumm!" gehen an aktuellen Forschungen vorbei. Das zeitgemässe Konzept,  Potentiale zu erkennen und gezielt zu auszuschöpfen, überzeugt durch seine Wirksamkeit.

Selbst sogenannten „hoffnungslosen Fällen“ hat Dr. Reuven Feuerstein durch sein Programm neue Lebensperspektiven aufgezeigt. Heute wird seine Förderstrategie auf der ganzen Welt angewandt. Mehr als 1000 Forschungsprojekte garantieren die stetige Weiterentwicklung. 

effekt möchte die Erkenntnisse Feuersteins möglichst vielen Kindern und Jugendlichen bei hoher pädagogischer Qualität zugute kommen zu lassen.